Die Rennmaus

„Hier erfahrt Ihr viele Interessante Dinge über meine Verwandten.“

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Da kommen wir her

Rennmäuse als Heimtiere erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Sie gehören zur Gattung der Sandmäuse oder Wüstenrennmäuse. Ihre Heimat ist die Mongolei und Mandschurei. Rennmäuse leben in Familien mit engem sozialem Kontakt. Daher dürfen sie nicht einzeln gehalten werden. Sie sind dämmerungsaktiv und grabfreudig.

Niemals allein

Keine Einzelhaltung für Rennmäuse!

Rennmäuse sind sehr soziale Tiere, die nicht alleine gehalten werden sollten! Wenn Ihr Anfänger seid, sind 2 männliche oder 2 weibliche Tiere ideal, denn in dieser Konstellation gibt es selten Streit. Aber Achtung! Neue Tiere in eine bestehende Gruppe zu setzen führt meist zu schweren Revierkämpfen mit ganz schlimmen Verletzungen.

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Da Rennmäuse früh geschlechtsreif werden (6 Wochen) und sich gerne Vermehren, müssen die Männchen in einer gemischten Gruppe unbedingt kastriert sein.

Die Lebenserwartung von Rennmäusen liegt zwischen 2 und maximal 5 Jahren

So möchten wir leben

Die Mindestgröße einer Rennmäuse-Voliere: 120 x 70 x 80 (L x B x H). Die Vergitterung muss zum Klettern querverdrahtet sein und sollte aus galvanischverzinktem oder matt verchromtem Material bestehen.

Rennmäuse sind sehr neugierige und bewegungsaktive Tiere, daher muss die Voliere abwechslungsreich gestaltet sein. Eine dreidimensionale Raumaufteilung mit Klettertauen, Leitern, Schlupfröhren, leeren Schachteln und Hängematten kommt dem Bewegungs- und Erkundungsverhalten der Tiere entgegen. Nehmt hier bitte keine Plastikgegenstände und verwendet am Besten nur natürliche Materialien.

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Gerne könnt Ihr noch Äste ungespritzter Birken, Buchen und Haselnusssträuchern in die Voliere tun. Das macht den Käfig noch interessanter und dient gleichzeitig dem Nagebedürfnis der Tiere.
Eine große und tiefe Schale oder ein Bonbon-Glas mit Chinchillasand (kein Vogel- oder Sandkastensand) als Badewanne ist ebenfalls wichtig!

Für den Zeitvertreib der Rennmäuse dient auch ein für Rennmäuse geeignetes Laufrad. Dies sollte eine geschlossene Rückseite und auch eine geschlossene Lauffläche haben. Ganz wichtig: ein Mindestdurchmesser von 27 cm sollte gegeben sein, da sich sonst die Wirbelsäule verkrümmt.

Der Volierenboden sollte zum Absaugen des Urins und zum Graben mit einer 40 cm dicken Einstreu aus staubfreien Hobelspänen (bitte kein Sägemehl) versehen sein, damit feste Tunnel gebaut werden können. Heu und Stroh dienen als Nahrungsergänzung, wird aber auch gerne zum Tunnelbau genutzt. Falls Sie jedoch Allergiker sind, empfiehlt sich auch Papierstreu, da diese so gut wie staubfrei ist.

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Rennmäuse sind sehr empfindlich gegenüber hoher Luftfeuchtigkeit (mehr als 60%), Zugluft, plötzlichen – auch sehr geringen – Temperaturschwankungen und hohen Temperaturen. Die Voliere sollte daher nicht in der prallen Sonne und in der Nähe von Heizkörpern stehen. Auch ein Aufenthalt in feuchten und kühlen Räumen (Keller) ist für Rennmäuse ungeeignet. Achtung bei Terrarienhaltung: Aufgrund schlechter Belüftung steigt die Luftfeuchtigkeit an und führt zu Hautexemen.

Das gehört bei uns auf den Speiseplan

Rennmäuse ernähren sich überwiegend vegetarisch. Körnerfutter aus Hafer, Weizen, Hirse, Gerste, Roggen, Glanzsaat, Sesam, Mais und Kräutersamen und anderen essbaren Samen stellt daher die Grundnahrung für Mäuse dar.

Spezielle Rennmausfuttermischungen sind im Handel erhältlich. Mäuse fressen immer nur geringe Mengen über den Tag verteilt. Eine Grundversorgung mit Körnerfutter sollte daher gewährleistet sein. Am besten verstreut Ihr das Futter im Käfig, so dass die Rennmäuse es suchen müssen. Das ist eine tolle Beschäftigung.

Rennmäuse mögen auch gerne Gemüse und Kräuter wir zum Beispiel Kamille, Fenchel, Löwenzahn, Schafgrabe, getrocknete Brennnesselblätter, Gänseblümchen, Möhre, Paprika, Gurke und Salat .

Achtung! Einige Kohlarten sind unverträglich wie z.B. Zwiebelgewächse und Zitrusfrüchte.

Neben Körnern und Grünfutter fressen Rennmäuse in der Natur auch Insekten. Futterinsekten wie Mehlwürmer, Bachflohkrebse, Grillen, Heuschrecken, Garnelen und Erbsenflocken dienen zur Eiweißlieferung der Rennmäuse und sollten auch regelmäßig verfüttert werden.

Frisches Wasser muss täglich zur Verfügung stehen. Nehmt hier einen stabilen Tonnapf, Auch wenn man diesen häufiger sauber machen muss, können Eure Mäuse gut und viel trinken. Bei einer Trinkflasche geht das nicht.

So werden wir Freunde

Behutsam anfassen
In der Regel werden Rennmäuse relativ zahm und zutraulich. Beim Herausnehmen aus dem Käfig sollten die Tiere ruhig und vorsichtig angefasst werden, weil verängstige Rennmäuse kräftig zubeißen können. Lasst Euch anfangs von Euren Eltern helfen. Am besten bildet man mit der Hand eine Höhle und lässt das Tier hineinklettern.

Ihr müsst lernen, mit den Euch anvertrauten Tieren rücksichtsvoll umzugehen und deren Bedürfnisse zu respektieren. Rennmäuse lieben einen ruhigen Umgang und wenn Ihr Euch zeit nehmt, dann werden sie gerne zu Euch kommen.

Auch wir werden mal krank

Wenn Euch auffällt, das einer Maus nicht gutgeht, dann geht lieber schnell zum Tierarzt.

Ein deutlicher Gewichtsverlust weist oft auf eine Krankheit hin. Kahle und schorfige Stellen können von einem Kampf kommen oder aber auch ein Parasitenbefall sein. Verklebte / verschlossene / trübe / graue verdickte oder anderweitig veränderte Augen sind auch nicht gesund.

„So jetzt habt Ihr schon einiges über die Rennmäuse erfahren.

Für weitere Infos könnt ihr auf den Link klicken oder schaut Euch einfach das Video an.“

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