Die Farbmaus

Wir leben gerne in Großfamilien...

„Alle (Farb)-Mäuse, die heute als Heimtiere gehalten werden, stammen von der Hausmaus ab. Sie ist eine der meist verbreiteten Säugetierarten der Welt. Unter natürlichen Bedingungen leben Mäuse in geschlossenen Großfamilien, die aus einem Männchen, mehreren Weibchen und ihre Nachkommen bestehen. Die Familienmitglieder leben in engen Kontakt zueinander. Es sind dämmerungs- und nachtaktive Tiere.

Leider belegen sie im Bereich der Tierversuche immer noch den errsten Platz. 2017 wurden über 1,9 Millionen Tiere im Labor gehalten.“

In Einzelhaltung verkümmern wir

Mäuse sind sehr soziale Tiere, die nicht alleine gehalten werden dürfen!
Am Besten hält man mehrere Weibchen. Sollte ein Männchen die Gruppe vervollständigen, muss dieses natürlich kastriert sein sonst hat man ganz schnell 100 Mäuse. Am besten vertragen sich Wurfgeschwister; Männchen sind untereinander unverträglich.

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Mäuse lassen nicht gerne fremde Artgenossen in ihre Familie daher ist eine Vergesellschaftung mit neuen Tiere recht schwierig und kann zu schweren Revierkämpfen mit gravierenden Verletzungen führen.

Die Lebenserwartung von Mäusen liegt zwischen 2 und 3 Jahren.

Wir lieben es abwechslungsreich

Die Größe einer Mäuseunterkunft sollte mindestens : 80 cm x 50 cm x 80 cm (L x B x H) sein. Die Vergitterung muss zum Klettern querverdrahtet sein und sollte aus galvanisch verzinktem oder matt verchromtem Material bestehen.

Meerschweinchen-, Kaninchen- und Hamstergehege eignen sich hierfür nicht.

Wie bei allen Tieren darf das Gehege nicht in der prallen Sonne oder in der Nähe von Heizkörpern stehen und auch etwas erhöht, damit die Mäuse uns beim Annähern nicht für einen Beutegreifer halten.

Mäuse sind sehr neugierige und bewegungsaktive Tiere, daher muss der Käfig abwechslungsreich gestaltet sein. Eine dreidimensionale Raumaufteilung mit Klettertauen, Leitern, Schlupfröhren, leeren Schachteln und Hängematten kommt dem Bewegungs- und Erkundungsverhalten der Tiere entgegen. Das Einbringen von Ästen ungespritzter Birken, Buchen und Haselnusssträuchern gestalten den Käfig noch interessanter und dient gleichzeitig dem Nagebedürfnis der Tiere.

Für Ruhephasen, Rückziehmöglichkeiten und als Schutzraum benötigen Mäuse ein Schlafhäuschen. Hierzu eignen sich umgestülpte Tontöpfe mit einem Loch an der Seite oder auch Nistkästen aus Holz mit Einschlupfloch und abnehmbaren Deckel.

Die Einstreu sollte aus staubfreien Hobelspänen sein und mindestens 3-5 cm dick sein. Die feuchte Einstreu muss jeden Tag großflächig entfernt werden.

Um Verletzungen durch Unterwühlen zu verhindern, müssen alle Einrichtungsgegenstände direkt auf den Boden der Voliere gestellt werden. Erst danach wird neue Einstreu eingebracht.

Achtung bei Terrarienhaltung: Aufgrund schlechter Belüftung steigt die Luftfeuchtigkeit an und führt zu Hautexemen.

Das mögen wir....

Obwohl Mäuse von Natur aus Allesfresser sind, entwickeln sie sich schnell zu wahren Feinschmeckern.

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Mäuse ernähren sich überwiegend vegetarisch. Körnerfutter aus Hafer, Weizen, Hirse und anderen essbaren Samen stellt daher die Grundnahrung für Mäuse dar. Spezielle Mäusefuttermischungen sind im Handel erhältlich.

Mäuse fressen immer nur geringe Mengen über den Tag verteilt, deshalb sollte auch immer Futter zur Verfügung stehen. Zusätzlich zu den Körnern könnt Ihr frisches Obst und Gemüse (keine Kohlgewächse) füttern. Ab und zu darf es auch ein wenig Hartkäse, Quark und Jogurt sein.

Frisches Wasser muss täglich zur Verfügung stehen. Trinkflaschen sind grundsätzlich abzulehnen – geeignet sind stabile Tonnäpfe, die den Tieren ein freies und zügiges Trinken ermöglichen.

So werden wir schnell Freunde

In der Regel werden Farbmäuse relativ zahm und zutraulich. Achtet beim Herausnehmen aus dem Käfig das Ihr Eure Tiere ruhig und vorsichtig anfasst, weil verängstige Mäuse kräftig zubeißen können. Am besten bildet Ihr mit der Hand eine Höhle und lasst das Tier hineinklettern.

Keinesfalls dürfen Mäuse einfach so am Schwanz angehoben werden, weil dies sehr schmerzhaft für sie ist!

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Lasst Euch am Anfang von Euren Eltern helfen.

Ihr müsst lernen, mit den Euch anvertrauten Tieren rücksichtsvoll umzugehen und deren Bedürfnisse zu respektieren. Mäuse lieben einen ruhigen Umgang und wenn Ihr Euch Zeit nehmt, dann werden sie recht zutraulich und klettern auf Euch herum.

Auch wir werden mal krank

Sollte Eure Maus einen kranken Eindruck machen, kahle Stellen haben oder auch Beulen, dann fahrt bitte zum Tierarzt.

Mäuse sind sehr empfindlich gegenüber feuchter Einstreu. Dies führt zu Entzündungen der Haut auf der Bauchunterseite.

Auch eine Infektionen der Atemwege infolge zu trockener oder zu feuchter Luft, bei zu niedrigen Temperaturen und unzureichender Hygiene können auftreten.