Kaninchen

„Ein Kaninchen ist kein Hase …
Egal welche Form ihre Ohren haben oder ob sie groß oder klein sind. Man nennt sie Kaninchen.

Sie stammen vom europäischen Wildkaninchen ab und unterscheiden sich sehr stark von ihren Verwandten, den Hasen. Obwohl man sie auch gerne als Zwerg- oder Stallhasen bezeichnet haben sie nichts mit den Feldhasen zu tun. Kaninchen sind Nesthocker, das heißt ihre Babies werden in einem Bau geboren. Sie sind nackt und haben die Augen geschlossen.

Hasen findet ihr ausschließlich draußen im Feld. Sie sind Nestflüchter, das heißt die Babies kommen mit Fell auf die Welt und haben ihre Augen geöffnet.“

Kaninchen werden von Menschen gezüchtet.

Es gibt inzwischen über 100 Rassen in den unterschiedlichsten Varianten und Farben.

Der Widder

Der Farbzwerg

Das Stallkaninchen

Einsamkeit ist schlimm.

(Zwerg-) Kaninchen sind gesellige Gruppentiere. Am besten eignet sich ein Weibchen mit einem kastrierten Bock. Aber auch Geschwisterpärchen mögen sich meist ein Leben lang. Die Böckchen sollten im Alter von 12 Wochen kastriert werden. Aber Achtung: Selbst nach der Kastration können Böckchen noch Kinder zeugen. Kaninchen werden 8 bis 12 Jahre alt.

Keine Einzelhaltung!

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Auch wenn Kaninchen durchaus mit Meerschweinchen zusammen leben können, muss man aber von jeder Art dann mindestens 2 Tiere haben. Denn ein Meerschweinchen kann einen fehlenden Artgenossen nicht ersetzen. Ebenso auch umgekehrt. Die Tiere haben eine ganz andere Sprache und auch Unterschiede an ihre Haltung.

Kaninchen sind intelligente, neugierige und sehr bewegungsaktive Tiere – nichts ist schlimmer als eine eintönige Haltung ohne Abwechslung.

So möchten wir leben:

Die Mindestgröße eines eines Geheges für 2 Kaninchen beträgt mindestens 4 Quadratmeter Bodenfläche. In der Wohnung müssen Gefahrenquellen wie Elektroleitungen und Zimmerpflanzen für die Tiere unerreichbar sein!

Ob nun drinnen oder draußen – das Gehege sollte nicht so langweilig eingerichtet sein. Am Besten arrangiert man große Wasserrohre und Holzgiebel zum Durchlaufen, unbehandelte Pappkartons, Korkröhren, Baumstämme und Steinhaufen zum Klettern und Häuschen mit mehreren Ein- und Ausgängen.

Tipp: Zur Anregung Inventar des Gehege öfter umstellen.

Kaninchen können prima draußen überwintern, ein warmer und trockener Stall auf niedrigen Beinen muss aber als Unterschlupf gewährleistet sein. Am Besten gewöhnt man Kaninchen ab Sommer an das Leben im Freien, damit sich das Fell entsprechend entwickeln kann und sie im Winter dann einen warmen Pelz haben. Die Tiere dürfen während der Überwinterung nicht zwischendurch in die geheizte Wohnung geholt werden.

Als Einstreu eignen sich unbehandelte Säge- oder Holzspäne, Stroh oder Hanfpellets mit einer abgedeckten Schicht aus Stroh. Katzenstreu und Impägniertes Einstreu eignen sich nicht! Die Einstreu sollte 4 – 6 cm dick sein und stets sauber und trocken gehalten werden, weil sonst Ballengeschwüre entstehen können. Pinkelecken müssen immer sauber gemacht werden. In der Wohnung muss man sich gut überlegen, wo die Kaninchen leben sollen. Das Gehege darf nicht in der Nähe von Heizungen aufgestellt werden und natürlich auch nicht im Durchgang damit die Tiere keine Zugluft abbekommen.

So auf gar keinen Fall!

  • viel zu klein!
  • ein Meerschweinchen ist kein geeigneter Partner!

Tipp zur Innenhaltung

  • Bewegungsfreiheit
  • Versteckmöglichkeiten
  • Beschäftigung

Tipp zur Außenhaltung

  • Ausbruchsicher
  • Einbruchsicher (Raubtiere)
  • Wettergeschützt
So versorgt Ihr uns richtig

Kaninchen sind Pflanzenfresser und daher auf eine rohfaserreiche Nahrung spezialisiert. Gutes Heu muss immer in ausreichender Menge zur Verfügung stehen. Es dient auch zum Abmalmen der Front- und Backenzähne und ist für eine funktionierende Verdauung ganz wichtig.

Jeden Tag muss der Speiseplan durch frisches Grünfutter wie Möhren, Fenchel, Sellerie, Chiccoree, Salatgurke und Kräutern wir zum Beispiel Petersilie ergänzt werden. Keinen Kohl oder Kohlgewächse verfüttern. Das verursacht Blähungen und Durchfall und kann für das Kaninchen sehr schlimm sein.

Kaninchen, die bei niedrigen Temperaturen im Freien gehalten werden, brauchen mehr Körnerfutter damit sie sich eine wärmende Speckschicht zulegen können.

Aber Achtung: Bitte füttert Eure Kaninchen nicht zu fett. Das ist nicht gesund und führt zu vielen gesundheitlichen Problemen. Meistens können sich die Tiere dann nicht mehr richtig sauberhalten und haben Schmerzen beim hoppeln weil sie zu schwer sind.

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Zusätzlich kann man als Nagematerial noch Äste von Weide, Buche, Haselnuss, Apfel- oder Birnbaum anbieten.

Wichtig ist auch, dass Ihr immer darauf achtet, dass die Kaninchen frisches Wasser haben. Nichts ist schlimmer als durstig zu sein und nicht trinken zu können. Trinkflaschen eignen sich nicht so richtig, da sie oft auslaufen und viel zu wenig raus kommt. Ausserdem können davon die Zähne schief werden. Am Besten eignen sich stabile Tonnäpfe, da die Kaninchen dann frei trinken können.

Achtung: Kaninchen haben eine empflindliche Verdauung daher solltet ihr Futterumstellungen vermeiden oder ganz langsam machen sonst bekommen die Tiere schnell mal ganz schlimmen Durchfall.

Der richtige Umgang mit uns

Zwergkaninchen sind Fluchttiere und dadurch erschrecken sie sehr leicht und fühlen sich
schnell gestört. Ausserdem mögen sie es nicht so gerne immer hochgenommen zu werden.
Wenn ihr euer Kaninchen hochheben wollt dann zieht es niemals an den Ohren! Am Besten umfasst ihr es mit beiden Händen und unterstützt es gleich von hinten, wenn es auf dem Arm ist.

Lasst Euch am Anfang besser von Euren Eltern helfen. Ihr müsst lernen, mit den Euch anvertrauten Tieren rücksichtsvoll umzugehen und deren Bedürfnisse zu respektieren. Kaninchen lieben einen ruhigen Umgang. Zwergkaninchen sind keine Kuscheltiere und eignen sich nicht, von Euch ständig herumgetragen und geknuddelt zu werden. Am besten setzt Ihr Euch zu den Kaninchen ins Gehege. So seid Ihr auf einer Höhe und die Kaninchen können Euch besser kennenlernen ohne Angst zu haben.

Wir müssen auch regelmässig zum Tierarzt

Auch wenn sie nicht krank sind müssen Kaninchen regelmäßig zum Tierarzt. Sie brauchen nämlich eine Impfung. Ausserdem sollten Krallen und Zähne auch gleich kontrolliert werden.

Die Impfung ist gegen Myxomatose (Myxo) und Chinaseuche (RHD 1+2). Auch bei ersten Krankheitsanzeichen solltet ihr sofort zum Tierarzt.

Erste Anzeichen sind zum Beispiel:
Das Kaninchen frisst nicht, schlimmer Durchfall, Schnupfen und oder Husten, tränende Augen, Kopfschiefhaltung usw..

Zahnkontrolle

Die Zähne der Kaninchen wachsen ein Leben lang. Um sie abzureiben, brauchen Kaninchen viel Heu zum fressen. Trotzdem ist eine regelmäßige Kontrolle beim Tierarzt notwendig.

Krankheiten

Es gibt Impfungen um die Kaninchen gegen Krankheiten zu schützen. Besonders Tiere, die in der Außenhaltung leben sollten gegen Myxomatose, RHD und RHD 2 geimpft sein.

Fellpflege

Es gibt viele verschiedene Kaninchenrassen. Einige von ihnen haben ein langes Fell, welches viel Pflege braucht. Regelmäßiges kämmen ist hier Pflicht, damit das Fell nicht verfilzt und die Kaninchen nicht leiden müssen.

„Na neugierig geworden?

Wenn Ihr mehr zu Kaninchen erfahren möchtet, könnt Ihr unseren Flyer durchstöbern oder das Video anschauen.“

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